PLANT FOR THE PLANET

1. Beschreiben Sie kurz Ihr Unternehmen, was machen Sie?

Plant-for-the-Planet ist eine Kinder- und Jugendinitiative, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner forderte am Ende eines Schulreferats über die Klimakrise seine Mitschüler auf: „Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!“ Ziel von Plant-for-the-Planet ist mittlerweile, weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Bäume sind das günstigste und effektivste Mittel, CO2 zu binden und so der Menschheit einen Zeitjoker zu verschaffen, um die Treibhausgasemissionen auf Null zu senken und die Klimakrise abzuschwächen.

2. Welchen Beitrag haben Sie zur IKORO 2019 geleistet?

Wir haben die IKORO 2019 mit der leckeren „Die Gute Bio-Schokolade“ versorgt.

3. In welchem Zusammenhang steht nun „Die Gute Bio-Schokolade“ zu dem Baumpflanz-Projekt?

Der Name der „Guten Schokolade“ ist ein Versprechen: Hier tut jedes einzelne Stück im wahrsten Sinne etwas Gutes – von neuen Bäumen bis hin zu fairen Löhnen.

20 Cent des Verkaufspreises gehen direkt an ein Aufforstungsprojekt in Mexiko. So pflanzt Plant-for-the-Planet für fünf verkaufte Tafeln im eigenen Pflanzgebiet auf der Yucatán-Halbinsel einen Baum. Schon 13 Millionen Tafeln wurden verkauft und damit 3 Millionen Bäume gepflanzt. Ermöglicht wird das durch Händler und Hersteller, die auf ihren Gewinn verzichten. Mit 10 Cent bildet Plant-for-the-Planet weitere Kinder aus, weitere Stücke fließen in die klimaneutrale Produktion, in faire Bezahlung der Erzeuger und klimafreundliche Logistik.

Die Kinder von Plant-for-the-Planet brachten 2012 ihre eigene Schokolade auf den Markt. Die Markteinführung der „Guten Schokolade“ war der erfolgreichste Produktlaunch einer Fairtrade-Schokolade aller Zeiten. Und im Dezember 2018 bewertete die Stiftung Warentest die „Gute Schokolade“ als beste von 25 getesteten Milchschokoladen. Aber viel wichtiger noch: Die „Gute Schokolade“ ist so gemacht, wie die Kinder sich jedes Produkt vorstellen – fairtrade-zertifiziert und klimaneutral.

4. Wie hat sich das Projekt seit dem ersten gepflanzten Baum entwickelt?

Drei Millionen gesunde Bäume wachsen heute auf einer einst degradierten Fläche auf der Yucatán-Halbinsel in Mexiko zum Wald heran. Am 8. März 2015 pflanzte Plant-for-the-Planet den ersten Baum auf einer ehemaligen Waldfläche, die die Plant-for-the-Planet Stiftung erworben hatte. Als die Arbeiter wenig später den millionsten Baum pflanzten, gab Plant-for-the-Planet ein Versprechen ab: „Wir werden jeden Baum pflegen, den wir gepflanzt haben und jedes Jahr eine Million Bäume mehr pflanzen als im Jahr davor.“ Heute pflanzen über 100 Arbeiter im Schnitt 5.500 Setzlinge pro Tag. In der eigenen Baumschule werden Setzlinge acht verschiedener heimischer Arten herangezogen. Je Hektar wachsen circa 1100 Bäume. Durch effizientes Arbeiten ist es Plant-for-the-Planet möglich, einen Baum für nur einen Euro zu pflanzen und zu pflegen.

Das Ziel ist hoch: Ende 2030 will Plant-for-the-Planet auf der Yucatán-Halbinsel über 100 Millionen Bäume gepflanzt haben. Dazu werden jedes Jahr 36 neue Arbeiter angestellt.

5. Was möchten Sie anderen Unternehmen mit auf den Weg geben?

Klimaneutralität ist die Zukunft! Immer mehr Unternehmen, Organisationen, aber auch Privatpersonen arbeiten daran, ihre CO2-Emissionen zu verringern. Sie stellen auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen um, nutzen saubere Verkehrsmittel, sparen Strom und Heizenergie. Was dann noch an CO2-Emissionen verbleibt, können sie mit Aufforstung ausgleichen. Bäume nehmen CO2 auf und speichern das „C“ im Holz.

Wer als Unternehmen vorangeht und jetzt schon alles tut, um klimaneutral zu werden, kann auch andere begeistern. Das ist wichtig, denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen lösen, vor denen wir als Menschheit stehen. Auf die Lösungen der Politik allein vertrauen reicht nicht aus. Im Klimaabkommen von Paris haben die Staaten mehr erreicht als je zuvor. Doch auch mit den dort beschlossenen Maßnahmen wird die Durchschnittstemperatur der Erde um 4 Grad Celsius ansteigen – mit katastrophalen Folgen. Um die zu verhindern, muss der Anstieg auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. Gemeinsam können Unternehmen, Institutionen und alle Menschen diese Klimalücke schließen. 500 Milliarden Tonnen CO2 müssen eingespart oder gebunden werden. Aufforstung ist dabei der ideale Weg, große Mengen an CO2 zu binden.

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