CONFISERIE DENGEL

1. Beschreiben Sie kurz Ihr Unternehmen, was machen Sie?

Die Confiserie Dengel wurde 1992 in Rott am Inn gegründet. Edle Schokoladen und feine Pralinen werden seitdem getreu dem Firmenmotto „Qualität, Frische, Vielfalt“ mit größter Sorgfalt und zum Großteil in Handarbeit produziert.

Aktuell arbeiten am Hauptstandort und in den zwölf eigenen Genießerläden 120 Mitarbeiter für die Confiserie Dengel. Neben zahlreichen Schokoladenfiguren und Pralinensorten produziert das Unternehmen auch auf individuellem Kundenwunsch (z. B. Pralinen mit Firmenlogo oder Schokoladentafeln mit Eigenbanderole).

2. Welchen Beitrag haben Sie zur IKORO 2019 geleistet?

Für die IKORO haben wir Pralinenpräsente bereitgestellt.

3. Wie setzten Sie den Nachhaltigkeitsgedanken in Ihrer Firma um?

Der Confiserie Dengel ist die 100%ige Nachvollziehbarkeit des Ursprungs der Grundzutaten für Schokolade, das sind Kakaobohnen, Rohrohrzucker und Milch, besonders wichtig. Seit 2015 wird deshalb das Konzept „Ehrliche & Faire Schokolade“ umgesetzt. Für die Umsetzung musste Firmengründer Uwe Dengel sehr lange nach Kakao- und Zuckerbauern suchen, die er direkt bezahlen konnte, denn in den Hauptexportländern der beiden Rohstoffe ist es schon lange Tradition, dass viele vom Verkauf profitieren, bei den Bauern aber leider so gut wie nichts davon ankommt. Hintergrund ist, dass 90% aller weltweit verarbeiteten Kakaobohnen aus Afrika stammen. Die Preise und vor allem auch die Arbeitsbedingungen für die Kakaobauern dort sind jedoch katastrophal.

Auch wenn die Rohstoffpreise in der Vergangenheit immer höher geworden sind, ist deshalb bei den Bauern vor Ort nicht mehr als vorher angekommen. Ein vernünftiges Auskommen und Leben ist für diese Menschen trotz täglicher Schwerstarbeit nicht möglich. Die Confiserie Dengel hat in Casa Luker einen Partner in Kolumbien gefunden, um Kakao direkt zu beziehen. Zusammen mit Casa Luker werden zusätzlich Projekte in den Kooperativen initiiert, um die Lebens- & Arbeitssituation der Kakaobauern zu verbessern. So konnten in der Vergangenheit bereits Erntenachbereitungsanlagen gebaut werden und ein Projekt zur Leseförderung umgesetzt werden.

Das jüngste Mobilitätsprojekt „Esel und Fahrräder für Schulkinder“ hilft Kindern, den v. a. in der Regenzeit langen und schwer zu bewältigenden Schulweg (einfach über 1,5 Stunden Fußmarsch) zu erleichtern. Hierzu wurden Esel oder Fahrräder zur Verfügung gestellt. Dieses Pilotprojekt ist derzeit noch in der Umsetzung. Rohrohrzucker wird direkt über dwp von der Kooperative Manduvirá aus Paraguay bezogen und Milch kommt direkt aus der Region von „sternenfair“. Die sternenfair Milchbauern verpflichten sich u. a. zu artgerechter Fütterung (ohne Gentechnik) und bienenfreundlicher Flächenbewirtschaftung. Auch für die Milch bezahlt die Confiserie Dengel einen zuvor vereinbarten Festpreis von mindestens 40 Cent pro Liter.

4. Was möchten Sie den Studierenden bzw. anderen Unternehmen mit auf den Weg geben?

Nicht vergessen zu prüfen, woher Produkte stammen und unter welchen Bedingungen diese produziert werden. Sozusagen nicht nur zu schauen, dass „das Stückerl heile Welt“ vor der eigenen Haustür zu finden ist, sondern auch mit dem eigenen Kaufverhalten oder der eigenen Unternehmensphilosophie faire Bedingungen für alle zu schaffen.

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